Akzeptanz für Seuchenbekämpfungsmassnahmen bei Hunden und Katzen

Ein Forschungsprojekt der Universität Bern fragt nach den Meinungen der Bevölkerung zu Massnahmen im Tierseuchenbereich, welche konkret Haustiere betreffen. Die Studie, die in der Form von Fokusgruppen stattfindet, sucht Teilnehmende welche Lust haben, sich für einen Nachmittag mit dem Thema auseinanderzusetzen. 

Text von Michelle Wyler & Caroline Schlaufer 

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Warum wird diese Forschung durchgeführt und warum ist sie wichtig? 

In der Schweiz gibt es sehr genaue Richtlinien zur Tierseuchenbekämpfung bei Wild- und Nutztieren. Wenn eine Tierseuche ausbricht bestehen juristische Grundlagen und auch die Akzeptanz der Bevölkerung ist weitgehend unstrittig. Anders sieht es bei Haustieren aus. Massnahmen welche auf Hunde und Katzen ausgerichtet sind haben andere ethische Hürden als bei anderen Tieren. Das hat man beispielsweise während der COVID-19-Pandemie gesehen, als sich Menschen in Hong Kong geweigert haben ihre Hamster töten zu lassen, während in Dänemark präventiv 18 Millionen Nerze getötet wurden. Haustiere sind uns näher als andere Tiere und der Staat kann nicht Bestimmungen für andere Tiergruppen gleichermassen auf Haustiere anwenden. Jedoch ist dieses Thema wenig erforscht. Entscheidungstragenden fehlt damit eine solide Grundlage, um über notwendige und realistische Schutz- und Bekämpfungsmassnahmen zu entscheiden. Daten zu den Einstellungen der Bevölkerung würden es ermöglichen, fundiertere und raschere Entscheidungen zu treffen. 

Wie läuft die Studie ab?  

Wir laden jeweils 4 Katzen und / oder Hundebesitzende ein, während 1-2 Stunden verschiedene Aspekte von möglichen Massnahmen zur Tierseuchenbekämpfung bei Haustieren zu diskutieren. Dabei gibt es kein richtig oder falsch, es geht darum, Ihre Meinungen zu erfahren, Bedenken zu diskutieren und auf neue Ideen zu kommen. Wir untersuchen, 

  • Wie wichtig das Thema Krankheiten bei Hunden und Katzen für Haustierhaltende ist  

  • Was es für Meinungen gibt zu Seuchenbekämpfungsmassnahmen bei Haustieren 

  • Wie hoch die Akzeptanz von verschiedenen Massnahmen ist 

  • Was die Bedenken von Katzen- und Hundehaltenden sind, wenn es um Massnahmen an ihren Tieren geht 

Wer wird gesucht? 

Es werden Menschen, welche mit Hunden und / oder Katzen zusammenleben gesucht. Dabei spielen Alter, Wohnort oder die Anzahl der Haustiere keine Rolle. Vorwissen auf dem Gebiet braucht es nicht, einzig die Bereitschaft, sich für 1-2 Stunden auf das Thema einzulassen und mit anderen Teilnehmenden zu diskutieren. Allen Teilnehmenden werden die Anfahrtskosten erstattet. Zusätzlich erhalten Sie ein kleines Geschenk von uns für Ihre Zeit. 

Haben Sie Lust mitzumachen? 

Melden Sich bis am 20. März 2026 hier: 

Kontakt 

Michelle Wyler
Kompetenzzentrum für Public Management (KPM)